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Montag, 3. September 2012

Von Championsleague Träumen, dem großen Geld und sonstigen Fehlgriffen

Wir haben den ersten Spieltag mal schön links liegen lassen, da unser ganzes Autorenteam in Arbeit versank. Nun aber geht es wieder los mit der Montagskolumne. Und der Ilan war der erste, der sich ein Herz gefasst hat:



Es scheint eine der attraktivsten Bundesliga Saisons der Geschichte zu werden.
Dies liegt allerdings nicht nur an den super schnellen Spielen die man auch dieses Wochenende wieder sehen durfte, sondern auch an persönlichen und von Vereinen definierten Zielen.

1899 Hoffenheim hat es geschafft konstante Leistung zu bringen und spielt gegen Frankfurt zuhause 0:4. Ein Tim Wiese der ankündigte wieder International spielen zu wollen, hätte wahrscheinlich besser einen Vertrag beim Berliner Athletik Klub 07 unterschreiben. Die Wahrscheinlichkeit seine Ziele zu erreichen erscheint mir bei solchen Leistungen dort höher als bei der TSG. Das große Geld, welches in Hoffenheim Jahr für Jahr ausgegeben wird scheint keinen Erfolg zu bringen. Aber sind sie damit alleine?
Nein natürlich nicht. Wenn man sich den VfL Wolfsburg anguckt, sieht man auch hier eine Verschwendung finanzieller Mittel die seines Gleichen sucht. Die Dominanz die 96 ausstrahlte schien Wolfsburg dermaßen verunsichert zu haben, sodass 96 60 Minuten Spitzenfußball reichte um 4:0 zu führen. Was danach kam kann nur noch als Deklassierung bezeichnet werden. Es war pure Nachbarfreundschaft, dass 96 Wolfsburg nicht noch vier weitere eingeschenkte. Die gute Leistung vom Stuttgartspiel schien eine Ausnahme zu sein. Und die besseren Bedingungen in Wolfsburg, die Pogatetz anführte um seinen Wechsel zu begründen, scheint auch nur eine Form des Schönredens zu sein, um zu einem so herzlosen Verein zu gehen. Das internationale Geschäft?! Mehr als unwahrscheinlich.
Was macht der Meister aus Dortmund mit seinen Millionentransfers?
Eine Leistung bringen, die man so nicht von ihnen gewohnt ist. Eine sehr wackelige Abwehr und ein Mario Götze auf der Bank. Dieser kommt erst in der zweiten Halbzeit! Die ersten zwei Spieltage sind eine Art Beruhigungspille für alle Bayernfans, weil sie gezeigt haben, dass der BVB nicht immer so weiterspielen kann. Es bleibt zu beobachten, inwieweit Reus und Götze Kagawa ersetzen können.. Das Resultat ist ein 1:1 gegen Nürnberg.
Das hilft wem? Natürlich dem FCB . Dieser ist wohl der einzige Verein, der offen sagt, dass er Meister werden will. Dass das Erfolg haben wird liegt an zwei Gründen. Es ist der Verein der weltweit am Besten wirtschaftet. Zweiten ist es dort Gewohnheit diese Ansprüche zu stellen. Solange 40 Mio. Transfers keine Gewohnheit werden, wird die Bayernfamilie auch weiter ihre Kultur leben.
Und genau das ist der springende Punkt, daran mangelt es einfach in Wolfsburg und Hoffenheim. Bei Leverkusen reicht es deswegen nicht zum großen Erfolg und bei Hamburg wird man sehen, ob eine schlechte Vereinsführung den Charakter eines Dinosauriers zerstören kann. Dass es ohne Geld gehen kann beweisen Vereine wie Hannover, Frankfurt, Nürnberg, Bremen etc.

Ich bin gespannt, zu welchen Ergebnissen selbsternannte CL Aspiranten kommen werden. Ob sich die größere Leidenschaft auch über 34 Spieltage lohnen wird, wird man sehen. Dass diese einen großen Teil des Erfolges ausmacht hat man ja schon im Pokal gesehen.
Gute Erholung in der Länderspielpause!

(IS)

Montag, 20. Februar 2012

Montagskolumne: Der König ist tot, lang lebe der König!


Hinter uns liegt ein ereignisreiches Wochenende, auch abseits des Fußballplatzes. Am Freitag verkündet Christian Wulff seinen Rücktritt als Bundespräsident und am Samstag feiert ein Altmeister seine Rückkehr in die Bundesliga. „König“ Otto wird fortan an der Spree tätig sein und soll den Abstieg der alten Dame noch verhindern. Aber ob er tatsächlich der richtige Mann für die Hertha ist, wage ich noch zu bezweifeln. Immerhin sind seit seinem letzten Engagement in der Bundesliga zehn Jahre vergangen und Rehhagel hatte in seiner Karriere bisher auch recht wenig mit dem Abstiegskampf zu tun. Es wird sich es erst zeigen müssen, ob er in dieser Situation der Mannschaft geben kann was Skibbe ihr nicht geben konnte oder ob die Berliner Probleme nicht doch viel tiefer liegen. Wie sagt man so schön: der Fisch fängt am Kopf an zu stinken.

Nach 5 Spieltagen der Rückrunde ist es auch langsam an der Zeit, ein kleines Zwischenfazit zu ziehen. Es zeigen sich bereits klare Tendenzen für welche Mannschaften es am Ende der Saison wohin gehen könnte. Klar ist, die Bundesliga wird momentan von einem grauen Mittelmaß dominiert. Zwischen dem Kampf um den Europacup bzw. dem Abstiegskampf und dem Mittelfeld liegt ein relativ sicheres Punktepolster von sieben bzw. sechs Punkten. Besonders Hannover scheint in der derzeitigen Form schier nicht aufzuhalten zu sein auf dem Weg nach Europa. Allerdings zeigte Stuttgart ihnen auch auf, dass in der Defensive mehr Stabilität nötig sein wird, wenn sie sich oben festsetzen wollen und auch in der Euroleague die Reise weiter gehen soll. Denn nach Brügge warten noch Mannschaften von ganz anderem Kaliber auf die Niedersachsen.

Ein großes Kompliment muss man auch in diesen Tagen wieder in den Westen der Republik nach Dortmund und Mönchengladbach schicken. Sie haben ihre Siegesserien ausgebaut und konnten so auch vom Münchener Punkteverlust profitieren. Die Bayern müssen nun schauen, dass sie schnellstens wieder in die Spur finden, wenn sie in dieser Saison in Sachen Meisterschaft noch ein Wörtchen mitreden wollen. Die  beiden Borussias scheinen sich momentan nur selbst stoppen zu können. Während in München momentan über gute Leistungen nur geredet wird, geben Dortmund und Gladbach die Antwort auf dem Platz. Davon kann sich der FC Bayern ruhig mal eine Scheibe abschneiden! 

(ME)

Dienstag, 14. Februar 2012

Montagskolumne: Wie viel Einfluss können Trainer und Sportmanager haben?

Ein Bundesligaspieltag, wie ihn viele erwartet haben. Bayern gewinnt nicht überraschend gegen K’lautern, Hamburg etwas glücklich gegen Köln. 96 spielt 1:1 gegen Mainz mit einem mehr als glücklichen Ausgleich in den letzten Minuten, auch wenn das Spiel bis dahin relativ ausgeglichen war. Dies sind Beispiele, wie normal der Spieltag war. Welche Fragen sich aber an Hand der Beispiele des 5 zu 0 Stuttgarts gegen Berlin und des doch sehr klaren 3:0 Gladbachs gegen Schalke stellten, sind die nach dem Einfluss der Trainer und Sportmanager.

Gladbach überrascht die gesamte Liga noch mehr, als es 96 in der vorigen Saison getan hat. Beide sind kurz vor ihrem Durchmarsch in die europäischen Fußballsphären fast abgestiegen. Eine beeindruckende Leistung der gesamten Vereine, welche nicht nur den Fußballern zuzuordnen ist. Auch wenn man es oftmals nicht glauben möchte, es scheint so, als hätten der Sportmanager und der Trainer mehr Einfluss, als dass dies bei der individuellen Klasse der Spieler der Fall sein sollte. Bei Gladbach ist es abzuwarten, inwieweit sie den Erfolg und den Glanz der jetzigen Spielzeit erhalten können. Aber anscheinend hat Lucien Favre einiges richtig gemacht, dar es keinen Kompletttausch der Mannschaft gegeben hat. 96 hat durch sehr clevere Transferpolitik das Niveau der letzten Saison halten können, zumindest sich in der oberen Tabellenhälfte etablieren können.
Ein negativ Beispiel ist der Hauptstadtverein Hertha BSC. Eine katastrophale Transferpolitik gepaart mit schlechten Sportmanagement, welches schon unter D. Hoeneß anfing, findet unter Preetz seinen traurigen Höhepunkt. So viele Trainer und Konzeptwechsel in so kurzer Zeit, obwohl man durchaus kompetente Kandidaten hatte, hat eigentlich nur einen Abstieg verdient. Dieser wird nur nicht eintreten, weil mit Augsburg und Freiburg zwei Vereine in der Liga spielen, die es nicht in Ansätzen verdient haben und daher zu Recht absteigen werden. Der einzige Vorteil Herthas ist, dass sie finanziell besser ausgestattet sind, als die beiden genannten Vereine.

(IS)